Strategie: Energiewende für Mieter und Wohnungsbesitzer


 
Drei Millionen Balkone in Deutschland sind für die Installation von Solarmodulen zur Direkteinspeisung ins Hausnetz geeignet – e.cube systems entwickelt und vertreibt als Qualitätshersteller Produkte, die dieses Potenzial nutzbar machen. Strategie des von Holger Laudeley gegründeten Unternehmens ist es, die „Energiewende von unten“ (Guerilla-PV) auf Mieter und Wohnungseigentümer auszudehnen. Und den Vertrieb nach Deutschland auf alle anderen Regionen weltweit auszubauen.

Dabei sind die Produkte von e.cube systems einmalig am Markt – denn sie sind äußerst intelligent: Die Kopplung von Balkonsolarerzeugung und -speicherung in der Wohnung ermöglicht die Maximierung des Eigenverbrauchs auch für Mieter und Wohnungseigentümer ohne eigenes Dach. Damit kann ein Großteil der Grundlast einer Wohnung mit Solarenergie versorgt werden – eine Rückeinspeisung ins öffentliche Stromnetz erfolgt nicht.

Die Digitalisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung in Deutschland ist längst nicht mehr zu stoppen. Vier Megatrends machen diese Entwicklung unumkehrbar:

·         Kostendegression bei Photovoltaikmodulen[1] und Stromspeichern[2]

·         Verbreitung von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets

·         Etablierung der Elektromobilität im kommenden Jahrzehnt[3]

·         Nachfragesteuerung (Demand Response) wird durch Smart Homes, virtuelle Kraftwerke und das Internet der Dinge realisiert

Was macht e.cube systems?

e.cube systems entwickelt und vertreibt genau die Photovoltaikmodule und Speichersysteme, die jedem ermöglichen, Sonnenstrom selbst zu erzeugen und selbst zu verbrauchen. Dabei fokussiert sich e.cube systems mit den eigenen Produkten auf Lösungen, die die Grundlast[4] eines Hauses abfedern – dadurch Kosten bei den Mietern reduzieren und die öffentlichen Stromnetze entlasten. Zukünftige Entwicklungen werden bereits in der Produktentwicklung aufgegriffen – etwa die Fähigkeit zur nachfrageseitigen Steuerung.

Produkte

e.cube systems bietet als einziger, deutscher Hersteller ein durchgängiges Portfolio zur Realisierung der Energiewende mit hohen Autarkiegraden für Mieter und Wohnungs-eigentümer. Holger Laudeley und sein Team haben u.a. das erste Solarmodul mit integriertem Wechselrichter für den Balkon entwickelt. Diese Module werden mit dem kleinen Speicherwürfel e.cube kombiniert, der im Wohnzimmer oder in anderen Räumen einfach an eine Steckdose angeschlossen wird. Auch Hybridsysteme, Inselsysteme und Clustersysteme sind mit den modular kombinierbaren Solarmodulen und Stromspeichern realisierbar.

Die wichtigsten Produkte im Überblick:


PV-Modul „Light“ ist ein Photovoltaik-Modul mit rückseitig integriertem Wechselrichter sowie Display für Leistungen, Spannungen und Erträge. Es kann an jede Steckdose angeschlossen werden und hat das Ziel, die Grundlast im Haus abzudecken. Die Leistung des Moduls lässt sich manuell reduzieren, damit keine unerwünschte Einspeisung ins öffentliche Stromnetz geschieht. Das PV-Modul „Light“ kann etwa an Balkonen, Fassaden angebracht oder auf Terrassen, im Garten oder Garagen aufgestellt werden.

PV-Modul „Storage“ ist die logische Ergänzung zum PV-Modul „Light“. Zusätzlich enthält dieses Modul einen Lithium-Ionen-Speicher, so dass die tagsüber gewonnene Energie zwischen-gespeichert werden und bei Einbruch der Dunkelheit kontinuierlich abgegeben werden kann. So ist beispielsweise die Abgabe einer konstanten Leistung von 30 Watt möglich – das genügt in der Regel in kleinen Wohnungen, um die nächtliche Grundlast abzudecken. Die Innovation des Systems liegt in der bedarfsgerechten Lieferung von selbst erzeugtem Strom zur exakt passenden Versorgung von Standby-Geräten.

eCube Home ist ein Speicherwürfel, der ebenfalls an jede Steckdose im Haushalt angeschlossen werden kann. Existiert im Haushalt ein eCube Home, kann dieser perfekt mit Modulen vom Typ „Light“ kombiniert werden. Die Steuerung zwischen Solarmodul und eCube Home läuft über die Daten des Haushaltszählers (Easymeter Q3D). Der eCube Home ist mit Calcium-Bleiakkus oder Lithium-Ionen-Batterien in unterschiedlichen Größen erhältlich

Marktchancen, Investitionsbedarf und Ausblick

Die Marktchancen für die beschriebenen Produkte sind angesichts der nicht aufzuhaltenden Megatrends enorm. Dabei kann die Entwicklung – bei entsprechendem Kapital zum Aufbau einer Serienproduktion sowie zur Vermarktung – weit über Deutschland hinausgehen. Solarmodule für die Steckdose sind in den Niederlanden, der Schweiz und vielen anderen Ländern anerkannt. Den speziellen „Dreh“, die Maximierung des Eigenverbrauchs durch Verhinderung von Einspeisung und Konzentration auf die Grundlast, hat neben e.cube systems bislang kein anderes Unternehmen weltweit geschafft.


Holger Laudeley und sein Team benötigen Kapital, um eine Serienfertigung in Norddeutschland aufzubauen und vor allem den konsequenten Vertrieb zu starten, der durch regelmäßige PR- und Marketingarbeit begleitet wird. Die Entwicklung der Produkte ist technisch abgeschlossen, kann aber im Design beispielsweise noch weitergehen. Viele Weiterentwicklungen und weitere Produktideen existieren überdies.

ecube home                                         Balkonkraftwerk

Ritterhude, den 6. März 2015

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[1] Die Preise für Solarstrom kennen seit zwei Jahrzehnten nur eine Richtung. Sie sinken. Über 90 Prozent sind die Kosten pro installierter Kilowattstunde Sonnenleistung in den letzten 25 Jahren gefallen. Und die Experten der Deutschen Bank erwarten, dass die Preise bis 2020 noch einmal um 40 Prozent nachgeben werden. Erst kürzlich hat die Agora Energiewende eine Studie veröffentlicht, nach der sich die Produktionskosten für Sonnenstrom in Mittel- und Südeuropa auf 4 bis 6 Cent pro Kilowattstunde verringern, bis 2050 sogar auf 2 bis 4 Cent. Bis 2025 wird Solarstrom in sonnigen Regionen der Welt billiger als Kohle- oder Gasstrom sein.

[2] Nach einer Analyse des Bundesverbandes Solarwirtschaft zahlten Verbraucher für Solarspeicher Ende 2014 über 25 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Preissturz bei Batterien könnte noch rasanter verlaufen als bei der Solarenergie.

[3] Hierzu hat Tony Seba in seinem Buch „Clean Disruption“ die Entwicklung perfekt aufgezeigt.

[4] Die „Grundlast“ wird hauptsächlich von Elektrogeräten im Standby-Modus verursacht – mehr dazu auch im Weblog der Discovergy GmbH: http://blog.discovergy.com/grundlast-der-versteckte-stromfresser/.